Erklärung der Fachbegriffe

 

Psychotherapeuten sind Personen, die heilkundliche Psychotherapie ausüben.

Die Bezeichnung Psychotherapeut oder Psychotherapeutin ist in Deutschland seit dem 1. Januar 1999 durch das Psychotherapeutengesetz

geschützt und darf von anderen Personen als Ärzten mit Psychotherapie-Weiterbildung (inklusive Fachärzte für Psychosomatische Medizin

und Psychotherapie), Psychologischen Psychotherapeuten oder Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten nicht geführt werden.

Heilpraktiker mit Erlaubnis zur Ausübung der Psychotherapie nach dem Heilpraktikergesetz dürfen also die Berufsbezeichnung Psychotherapeut

nicht führen.

 

Ein Psychologe befasst sich mit der Psychologie, definiert als Wissenschaft vom Erleben und Verhalten des Menschen. Weltweit ist die

Ausbildung zum Psychologen an ein wissenschaftliches Universitätsstudium gebunden, die Bezeichnung des Studienabschlusses  Dipl.-Psych, ist

gesetzlich geschützt. An den Universitäten ist die Psychologie den Geisteswissenschaften oder den Naturwissenschaften zugeordnet oder in

anderen Kombinationen mit Fächern pragmatisch verbunden.

 

Psychiater  ist der Titel eines Arztes mit psychiatrischer Facharztausbildung. Als solcher beschäftigt er sich mit der Diagnose, Behandlung

und Erforschung von Erkrankungen oder Störungen des Geistes oder der Seele des Menschen.

Das Fachgebiet des Psychiaters ist die Psychiatrie und überschneidet sich inhaltlich mit einigen Teilgebieten der Psychologie, insbesondere

der Klinischen Psychologie und dem Tätigkeitsfeld des Psychologischen Psychotherapeuten, sowie mit anderen medizinischen Fachgebieten

wie der Psychosomatik, der Neurologie und der allgemeinen Medizin.

Im Unterschied zum (nichtärztlichen) Psychologischen Psychotherapeuten ist der Psychiater zum Verschreiben von Medikamenten berechtigt.

Quelle: Wikipedia

 

Therapiemethoden die von den Krankenkassen anerkannt, und somit finanziert werden.  

 

Historisch die älteste Methode ist die Psychoanalyse (genau, Sigmund Freud und die Sache mit der Couch); Freud ging davon aus,

dass Menschen sich in ihrer Entwicklung zu einem bestimmten Alter mit bestimmten Themen (sog. Konflikten) auseinandersetzen

müssen (z. B. Lösung von den Eltern, Finden einer eigenen Identität); wenn es bei diesen Entwicklungsschritten zu Schwierigkeiten

kommt, können sie nicht gesund vollzogen werden, eine seelische Erkrankung im Erwachsenenalter kann die Folge sein. Die

Psychoanalyse hilft den Patienten, diese Entwicklungsschritte zu verstehen, und in der therapeutischen Beziehung nachzuvollziehen.

Die Couch ist heute nicht mehr Standard, viele Psychoanalysen finden im Sitzen statt.

 

1. Die Verhaltenstherapie war so etwas wie eine historische Antwort auf die Psychoanalyse: die langwierigen therapeutischen

Prozesse erschienen oft insbesondere bei kurzfristigen drängenden Problemen zu aufwendig; die Verhaltstherapie konzentriert sich im

Wesentlichen auf das Verhalten im Alltag, bzw. auf die geschilderten problematischen Verhaltensweisen und Symptome; mit Hilfe

verschiedener Techniken werden alte (schädliche) Verhaltensweisen "verlernt" und neue gelernt; dazu wird das "störende Verhalten"

beobachtet und beschreiben, dann wird das erwünschte Verhalten eingeübt.

 

2. Die tiefenpsychologische Therapie fußt auf der Theorie der Psychoanalyse; allerdings konzentriert man sich im therapeutischen

Prozess auf einen bestimmten nicht gut bewältigten Konflikt, der nach Ansicht des Therapeuten und Patienten die Schwierigkeiten

maßgeblich verursacht, und versucht diesen nun zu lösen; dazu wird viel über Alltagsprobleme gesprochen, die dann gedeutet

werden: der Zusammenhang mit den ungelösten Kindheitskonflikten wird herausgearbeitet, so dass die Patienten lernen, zwischen

Gegenwart und Vergangenheit zu unterscheiden, und auf die Gegenwart zu reagieren; in der Tiefenpsychologie - ebenso wie in der

Psychoanalyse kommt der therapeutischen Beziehung eine große Bedeutung zu, da viele Beziehungskonflikte hier - wie in einem

Modell - ausgetragen werden können.

 

Welche Therapie für Euch gut ist, muss im Einzelfall geklärt werden; es gibt bestimmte Krankheitsbilder, die durch bestimmte

Therapien besser zu beeinflussen sind, als durch andere. Viel hängt der Therapieerfolg aber auch von der Beziehung zwischen Patient

und Therapeut ab, und von vielen weiteren Faktoren.

 

Darauf solltet Ihr achten!

 

Nur der Titel Psychologischer Psychotherapeut (sowie die Kurzform Psychotherapeut) ist geschützt. Auch Personen, die nicht berechtigt

sind, diesen Titel zu führen, dürfen psychotherapeutische Behandlungen anbieten. Äußerste Vorsicht ist geboten, wenn ohne ein

Medizin- oder Psychologiestudium und eine psychotherapeutische Qualifikation Dienste nur auf der rechtlichen Basis des

Heilpraktikergesetzes angeboten werden.

Sicher geht Ihr immer, wenn Ihr Euch an seriöse Einrichtungen (z.B. Krankenkasse, kassenärztliche Vereinigung) wendet.

Im Zweifelsfalle scheue Dich nicht, Den Therapeuten, oder die Therapeutin direkt nach der Ausbildung zu fragen.